Bei der Myokarditis ist der Herzmuskel entzündet. Das schwächt die Pumpfunktion und kann zu Rhythmusstörungen führen. Häufigste Ursachen sind:
Die meisten Myokarditiden heilen folgenlos aus. In einem Teil der Fälle kann sich daraus aber eine dilatative Kardiomyopathie mit dauerhafter Herzschwäche entwickeln. Daher ist eine korrekte Diagnose und Verlaufskontrolle wichtig.
Die Beschwerden einer Myokarditis sind sehr unterschiedlich. Sie können fehlen oder sehr ausgeprägt sein:
Verdächtig ist insbesondere eine ungewöhnlich lange anhaltende Erschöpfung nach einem Infekt – verbunden mit kardialen Symptomen. Bei jungen Sportlern ist das ein Warnsignal.
Eine kardiologische Abklärung empfehlen wir besonders, wenn:
In schweren oder unklaren Fällen kann eine Myokardbiopsie notwendig sein. Diese wird in spezialisierten Zentren durchgeführt – wir bahnen die Untersuchung bei Bedarf an und übernehmen die Nachsorge.
Die zentrale Maßnahme bei akuter Myokarditis ist konsequente körperliche Schonung. Die Therapie richtet sich nach Ursache und Schweregrad:
In der akuten Phase ist Sportverbot Pflicht – meist für mindestens 3 bis 6 Monate, je nach Schweregrad. Auch leichte sportliche Aktivität sollte in dieser Zeit vermieden werden, weil körperliche Belastung den Verlauf verschlechtern kann. Erst nach Normalisierung von MRT, Labor und EKG ist ein gestufter Wiedereinstieg in den Sport möglich – immer in kardiologischer Begleitung.
Auch nach klinischer Genesung sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Wir führen Echokardiografien und EKGs durch, um sicherzustellen, dass keine Restschäden bestehen, bevor wir grünes Licht für Sport oder körperlich anstrengende Tätigkeiten geben.
Die meisten Myokarditiden heilen innerhalb von 3 bis 6 Monaten aus. In einigen Fällen kann der Verlauf aber länger sein, und in seltenen Fällen bleibt eine Schädigung des Herzmuskels zurück. Eine konsequente Schonung in den ersten Monaten verbessert die Prognose deutlich.
Eine sichere Aussage ist erst nach kompletter Diagnostik möglich. Üblicherweise empfehlen aktuelle Leitlinien eine Sportpause von mindestens 3, oft 6 Monaten. Vor dem Wiedereinstieg sollten EKG, Echokardiografie und MRT unauffällig sein. Wir begleiten Sie durch diese Phase und führen die nötigen Untersuchungen durch.
Ja, COVID-19 kann in seltenen Fällen eine Myokarditis verursachen – besonders während der akuten Infektion. Das Risiko ist insgesamt gering, aber höher als nach einer mRNA-Impfung. Bei anhaltenden kardialen Symptomen nach COVID-19 empfehlen wir eine Abklärung mit Echokardiografie und ggf. Herz-MRT.
Direkt erkennen kann sie eine Myokarditis nicht. Aber: Ein dauerhaft erhöhter Ruhepuls oder neu auftretende Rhythmusstörungen können Hinweise sein. Nach einem Infekt lohnt sich der Blick auf die Daten. Bei Auffälligkeiten werten wir Ihre Smartwatch-Aufzeichnungen gerne aus und ergänzen sie durch professionelle Diagnostik.
Sie haben Verdacht auf eine Myokarditis oder leiden nach einem Infekt unter ungewöhnlicher Erschöpfung und Brustbeschwerden? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis am Josef-Haubrich-Hof 5 in Köln – telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder online über Doctolib.
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