Herzklappenerkrankung

Herzklappenerkrankung – Diagnostik mit modernster Bildgebung in Köln

Herzklappenerkrankungen entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unbemerkt. Die vier Herzklappen funktionieren wie Ventile – sind sie verengt (Stenose) oder undicht (Insuffizienz), muss das Herz vermehrt arbeiten, was langfristig zu einer Herzinsuffizienz führen kann. Besonders im höheren Lebensalter sind Klappenerkrankungen häufig: Bei den über 75-Jährigen ist etwa jeder Zehnte von einer relevanten Aortenklappenstenose betroffen.

In unserer Gemeinschaftspraxis Kardiologie Köln am Neumarkt diagnostizieren wir Herzklappenerkrankungen frühzeitig mit hochauflösender Echokardiografie (auch in 3D) und begleiten Sie kompetent durch alle Therapieoptionen – von der Verlaufskontrolle bis zur Vorbereitung auf Eingriffe wie TAVI oder MitraClip.

Welche Herzklappen gibt es und welche Erkrankungen treten auf?

Das Herz hat vier Klappen, die den Blutfluss steuern. Erkrankungen können einzelne oder mehrere Klappen betreffen:

  • Aortenklappe – am häufigsten betroffen, vor allem als Aortenklappenstenose im Alter
  • Mitralklappe – häufig als Mitralklappeninsuffizienz, oft bei Vorhofflimmern oder nach Herzinfarkt
  • Trikuspidalklappe – meist sekundär durch Druckbelastung des rechten Herzens
  • Pulmonalklappe – seltener betroffen, oft angeboren

Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Klappenstenose – die Klappe öffnet sich nicht vollständig, das Blut wird gestaut
  • Klappeninsuffizienz – die Klappe schließt nicht richtig, Blut fließt zurück
  • Kombinierte Vitien – Stenose und Insuffizienz an einer Klappe gleichzeitig

Symptome – oft erst spät spürbar

Viele Klappenerkrankungen verursachen jahrelang keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind das wichtige Warnsignale:

  • Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe
  • Leistungsminderung, schnelle Erschöpfung
  • Herzklopfen, Herzstolpern oder unregelmäßiger Puls
  • Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeit, besonders bei der Aortenklappenstenose
  • Brustschmerzen unter Belastung
  • Wassereinlagerungen in Beinen oder Bauch
  • Nächtlicher Husten, Atemnot beim Liegen

Wichtig: Klappenerkrankungen werden häufig bei einer Routineuntersuchung als Herzgeräusch entdeckt – auch ohne Beschwerden. Wer ein Herzgeräusch hat, sollte daher eine Echokardiografie erhalten.

Ursachen für Herzklappenerkrankungen

  • Altersbedingte Degeneration und Verkalkung (besonders Aortenklappe)
  • Angeborene Klappenfehler (z. B. bikuspide Aortenklappe)
  • Endokarditis (Entzündung der Herzklappen)
  • Rheumatisches Fieber (heute selten in Deutschland, häufiger bei Migranten)
  • Folgen eines Herzinfarkts mit Schädigung der Klappenstrukturen
  • Erweiterung des Herzens bei Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern

Diagnostik in unserer Praxis am Neumarkt

Die Echokardiografie ist die wichtigste Untersuchung bei Klappenerkrankungen. In unserer Praxis steht moderne Hochleistungs-Bildgebung zur Verfügung:

  • Transthorakale Echokardiografie (TTE) – Standarduntersuchung, schmerzfrei und ohne Strahlung
  • 3D-Echokardiografie – räumliche Darstellung der Klappenanatomie für präzise Therapieplanung
  • Doppler- und Farbdoppler-Echo – misst den Blutfluss und die Schwere der Stenose oder Insuffizienz
  • Belastungs-Echokardiografie – beurteilt das Verhalten der Klappe unter Anstrengung
  • Schluck-Echokardiografie (TEE) – über die Speiseröhre, besonders detaillierte Bilder, etwa zur OP-Vorbereitung
  • Herz-MRT und Koronar-CT – ergänzende Diagnostik bei komplexen Befunden

Behandlung – moderne Verfahren auch im hohen Alter

Die Therapie richtet sich nach Schweregrad, Symptomen und Begleiterkrankungen. Glücklicherweise gibt es heute auch für ältere oder mehrfach erkrankte Patienten schonende Optionen:

Verlaufskontrolle bei leichten Klappenerkrankungen

Leichtere Klappenerkrankungen ohne Symptome werden zunächst regelmäßig kontrolliert – je nach Schweregrad alle 6 bis 24 Monate. So erkennen wir rechtzeitig, wann eine Therapie nötig wird.

Klappenersatz und Klappenrekonstruktion

Bei höhergradigen Befunden ist ein Eingriff erforderlich. Heute stehen mehrere Verfahren zur Verfügung:

  • TAVI (Transkatheter-Aortenklappenimplantation) – kathetergestützter Aortenklappenersatz, ohne Brustkorberöffnung, auch für ältere und mehrfach erkrankte Patienten geeignet
  • MitraClip / TEER-Verfahren – kathetergestützte Mitralklappenrekonstruktion bei Mitralklappeninsuffizienz
  • Chirurgischer Klappenersatz oder -reparatur – bei jüngeren Patienten oder bei mehreren betroffenen Klappen

Wir bereiten Sie auf solche Eingriffe vor, koordinieren die Durchführung in spezialisierten Zentren und übernehmen anschließend die Nachsorge in unserer Praxis.

Häufige Fragen zu Herzklappenerkrankungen

Was ist eine Aortenklappenstenose und wann wird sie operiert?

Bei der Aortenklappenstenose ist die Klappe verengt, das Blut kann das Herz nur schwer verlassen. Sie wird operiert (oder per TAVI behandelt), wenn Symptome wie Atemnot, Brustschmerzen oder Schwindel auftreten – oder wenn die Pumpfunktion des Herzens nachlässt. Die genauen Kriterien legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

Was ist TAVI?

TAVI steht für „Transkatheter-Aortenklappenimplantation“. Über einen Katheter, meist durch die Leistenarterie, wird eine neue Aortenklappe in der alten platziert. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde, ohne Brustkorberöffnung. Heute wird TAVI nicht nur bei alten oder geschwächten Patienten eingesetzt, sondern zunehmend auch bei jüngeren Patienten mit geringem OP-Risiko.

Kann ich mit einer Herzklappenerkrankung Sport treiben?

Bei leichten Klappenerkrankungen ist Sport meist uneingeschränkt möglich und wird sogar empfohlen. Bei höhergradigen Befunden müssen Belastungsintensität und Sportart individuell abgestimmt werden. Wir beraten Sie dazu in unserer Sprechstunde – oft sind moderate Ausdauersportarten unbedenklich.

Wie oft muss ich nach einem Klappenersatz zur Kontrolle?

Nach einem Klappenersatz – egal ob TAVI, MitraClip oder chirurgisch – sind regelmäßige kardiologische Kontrollen nötig. In der Regel im ersten Jahr nach 1, 6 und 12 Monaten, danach jährlich. Wir betreuen Sie nach dem Eingriff dauerhaft in unserer Praxis.

Termin in der Kardiologie Köln vereinbaren

Sie haben ein bekanntes Herzgeräusch oder möchten eine Klappenerkrankung abklären lassen? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis am Josef-Haubrich-Hof 5 in Köln – telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder online über Doctolib.

Zurück zur Übersicht
Kontakt

Sie haben Fragen?

Wünschen Sie einen Termin zu vereinbaren? Benötigen Sie Informationen zum Verlauf Ihrer Behandlung? Oder möchten Sie den direktesten Weg zu unserer Praxis finden? Wir sind jederzeit bereit, Ihnen behilflich zu sein.

Zur Kontaktseite
Praxis

Unsere Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: 7:30 - 18:00 Uhr
Freitag: 7:30 - 13:00 Uhr

Termine nach Vereinbarung
Rufen Sie uns an!

0221 921677-0