Das Herz hat vier Klappen, die den Blutfluss steuern. Erkrankungen können einzelne oder mehrere Klappen betreffen:
Grundsätzlich unterscheidet man:
Viele Klappenerkrankungen verursachen jahrelang keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind das wichtige Warnsignale:
Wichtig: Klappenerkrankungen werden häufig bei einer Routineuntersuchung als Herzgeräusch entdeckt – auch ohne Beschwerden. Wer ein Herzgeräusch hat, sollte daher eine Echokardiografie erhalten.
Die Echokardiografie ist die wichtigste Untersuchung bei Klappenerkrankungen. In unserer Praxis steht moderne Hochleistungs-Bildgebung zur Verfügung:
Die Therapie richtet sich nach Schweregrad, Symptomen und Begleiterkrankungen. Glücklicherweise gibt es heute auch für ältere oder mehrfach erkrankte Patienten schonende Optionen:
Leichtere Klappenerkrankungen ohne Symptome werden zunächst regelmäßig kontrolliert – je nach Schweregrad alle 6 bis 24 Monate. So erkennen wir rechtzeitig, wann eine Therapie nötig wird.
Bei höhergradigen Befunden ist ein Eingriff erforderlich. Heute stehen mehrere Verfahren zur Verfügung:
Wir bereiten Sie auf solche Eingriffe vor, koordinieren die Durchführung in spezialisierten Zentren und übernehmen anschließend die Nachsorge in unserer Praxis.
Bei der Aortenklappenstenose ist die Klappe verengt, das Blut kann das Herz nur schwer verlassen. Sie wird operiert (oder per TAVI behandelt), wenn Symptome wie Atemnot, Brustschmerzen oder Schwindel auftreten – oder wenn die Pumpfunktion des Herzens nachlässt. Die genauen Kriterien legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.
TAVI steht für „Transkatheter-Aortenklappenimplantation“. Über einen Katheter, meist durch die Leistenarterie, wird eine neue Aortenklappe in der alten platziert. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde, ohne Brustkorberöffnung. Heute wird TAVI nicht nur bei alten oder geschwächten Patienten eingesetzt, sondern zunehmend auch bei jüngeren Patienten mit geringem OP-Risiko.
Bei leichten Klappenerkrankungen ist Sport meist uneingeschränkt möglich und wird sogar empfohlen. Bei höhergradigen Befunden müssen Belastungsintensität und Sportart individuell abgestimmt werden. Wir beraten Sie dazu in unserer Sprechstunde – oft sind moderate Ausdauersportarten unbedenklich.
Nach einem Klappenersatz – egal ob TAVI, MitraClip oder chirurgisch – sind regelmäßige kardiologische Kontrollen nötig. In der Regel im ersten Jahr nach 1, 6 und 12 Monaten, danach jährlich. Wir betreuen Sie nach dem Eingriff dauerhaft in unserer Praxis.
Sie haben ein bekanntes Herzgeräusch oder möchten eine Klappenerkrankung abklären lassen? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis am Josef-Haubrich-Hof 5 in Köln – telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder online über Doctolib.
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