Bei der Herzinsuffizienz kann das Herz nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf pumpen. Man unterscheidet:
Zusätzlich unterscheidet man nach der Pumpfunktion: HFrEF (mit reduzierter Pumpleistung), HFmrEF (mittelgradig reduziert) und HFpEF (mit erhaltener Pumpleistung). Diese Einteilung ist therapeutisch entscheidend, weil sich die Behandlung deutlich unterscheidet.
Wichtig: Die Symptome entwickeln sich oft schleichend und werden zunächst dem Alter oder Stress zugeschrieben. Eine frühzeitige Abklärung verbessert die Prognose erheblich.
Die häufigsten Ursachen einer Herzinsuffizienz sind:
Eine präzise Diagnostik ist Voraussetzung für eine wirksame Therapie. Wir nutzen:
Die Therapie der Herzinsuffizienz hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Wir behandeln nach den aktuellen ESC-Leitlinien mit der sogenannten „Vier-Säulen-Therapie“:
Hier stehen SGLT2-Hemmer im Vordergrund, ergänzt durch eine konsequente Behandlung der Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht und Vorhofflimmern.
Bei bestimmten Patienten kommen implantierbare Defibrillatoren (ICD) oder Resynchronisationssysteme (CRT) zum Einsatz. Wir prüfen, ob eine Indikation vorliegt, koordinieren die Implantation in spezialisierten Zentren und übernehmen anschließend die Nachsorge in unserer Praxis.
In den meisten Fällen ist Herzinsuffizienz nicht vollständig heilbar, aber sehr gut behandelbar. Mit moderner Therapie können Symptome deutlich gelindert, Krankenhausaufenthalte vermieden und die Lebenserwartung erheblich verlängert werden. Bei einigen Ursachen – etwa nach durchgemachter Myokarditis – ist sogar eine vollständige Erholung der Pumpfunktion möglich.
Die Prognose hängt stark vom Schweregrad, von Begleiterkrankungen und vor allem von einer konsequenten Behandlung ab. Mit moderner Vier-Säulen-Therapie hat sich die Lebenserwartung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Eine engmaschige kardiologische Betreuung ist dabei der entscheidende Faktor.
Moderates Ausdauertraining wie Walken, Radfahren oder Schwimmen wird ausdrücklich empfohlen – kombiniert mit dosiertem Krafttraining. Wichtig: Das Trainingsprogramm sollte individuell auf Sie abgestimmt sein. Wir beraten Sie gerne und können Sie auch in eine Herzsportgruppe vermitteln.
Die Ejektionsfraktion (EF) gibt an, wie viel Prozent des Blutes aus der linken Herzkammer pro Schlag in den Kreislauf gepumpt wird. Normal sind Werte über 55 %. Werte unter 40 % gelten als deutlich reduziert (HFrEF), Werte zwischen 40–49 % als mittelgradig reduziert (HFmrEF). Wir bestimmen Ihre EF mit der Echokardiografie.
Bei Atemnot, Leistungsminderung oder Wassereinlagerungen empfehlen wir eine zeitnahe kardiologische Abklärung. Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder online über Doctolib.
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