Rhythmusstörungen werden nach Ursprungsort und Geschwindigkeit unterschieden:
Vorhofflimmern bleibt oft unbemerkt – etwa ein Drittel der Betroffenen spürt keinerlei Symptome. Da gerade diese stillen Verläufe das Schlaganfallrisiko erhöhen, ist eine gezielte Suche bei Risikopatienten besonders wichtig.
Da Rhythmusstörungen oft nur gelegentlich auftreten, kombinieren wir verschiedene Verfahren, um sie sicher zu erfassen:
Die Therapie richtet sich nach Art und Schwere der Rhythmusstörung sowie Ihren individuellen Beschwerden:
Antiarrhythmika zur Stabilisierung des Herzrhythmus, Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz und – bei Vorhofflimmern – moderne Gerinnungshemmer (NOAK) zur Schlaganfallvorbeugung.
Für anhaltendes Vorhofflimmern oder bestimmte Tachykardien überweisen wir Sie in spezialisierte Zentren zur elektrischen Kardioversion oder Katheterablation und übernehmen anschließend die kardiologische Nachsorge.
Bei zu langsamem Herzschlag oder Risiko für lebensbedrohliche Rhythmusstörungen kann ein Herzschrittmacher oder ein implantierbarer Defibrillator (ICD) notwendig sein. Die regelmäßigen Kontrollen dieser Geräte führen wir in unserer Praxis durch.
Das hängt von der Art ab. Vereinzelte Extrasystolen sind meist harmlos. Vorhofflimmern hingegen erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich und sollte behandelt werden. Lebensbedrohlich werden Rhythmusstörungen bei Kammerflimmern oder schweren Bradykardien. Eine kardiologische Abklärung ist daher immer sinnvoll.
Setzen oder legen Sie sich hin und atmen Sie ruhig. Hilfreich kann das Pressen wie beim Stuhlgang sein (Valsalva-Manöver) oder kaltes Wasser ins Gesicht. Hält das Herzrasen länger als 15–20 Minuten an oder treten Brustschmerzen, Atemnot oder Bewusstseinsstörungen auf, rufen Sie den Notruf 112.
Ja, moderne Smartwatches (Apple Watch, Samsung Galaxy Watch, Withings Scanwatch u. a.) können Hinweise auf Vorhofflimmern liefern. Diese Hinweise ersetzen jedoch keine ärztliche Diagnose. Wir bewerten gerne Ihre Smartwatch-Aufzeichnungen und führen bei Bedarf eine professionelle Abklärung durch.
Ja. Koffein, Alkohol, Nikotin, Schlafmangel und Stress können Extrasystolen oder Vorhofflimmern auslösen. Auch Schilddrüsenüberfunktion und Elektrolytstörungen sind häufige Ursachen. Daher gehören Schilddrüsenwerte und Blutsalze zu unserer Routinediagnostik.
Bei Herzstolpern, Herzrasen oder unklaren Beschwerden empfehlen wir eine kardiologische Abklärung. Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder online über Doctolib.
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