Bei plötzlich auftretenden, anhaltenden Brustschmerzen mit Ausstrahlung, Atemnot oder kaltem Schweiß zählt jede Minute. Wählen Sie sofort den Notruf 112. Eine Behandlung in der Praxis ersetzt im Notfall nicht den Rettungsdienst.
Die Anzeichen eines Herzinfarkts sind nicht immer eindeutig. Klassische Warnsignale sind:
Bei Frauen verläuft ein Herzinfarkt oft weniger typisch. Statt der klassischen Brustschmerzen treten häufig Atemnot, ungewöhnliche Müdigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit oder ein diffuses Druckgefühl auf. Diese Symptome werden leider oft verharmlost oder fehlgedeutet. Wir empfehlen Frauen daher, bei unklaren Beschwerden frühzeitig kardiologisch abklären zu lassen.
Hauptursache eines Herzinfarkts ist die koronare Herzkrankheit (KHK): Ablagerungen aus Cholesterin und Kalk (Plaques) verengen die Herzkranzgefäße. Reißt eine solche Plaque ein, bildet sich ein Blutgerinnsel, das die Arterie verschließt – der Herzinfarkt entsteht.
Die wichtigsten Risikofaktoren sind:
Wenn Sie unter Beschwerden leiden oder Ihr Risikoprofil abklären möchten, stehen uns in der Kardiologie Köln modernste Verfahren zur Verfügung:
Im akuten Notfall ist das wichtigste Ziel, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Dies geschieht in der Regel im Krankenhaus per Herzkatheter mit Stentimplantation. Anschließend ist eine konsequente Nachsorge entscheidend, um einen erneuten Infarkt zu verhindern.
In unserem Herzkatheterlabor am Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk führen wir – als eine der wenigen kardiologischen Praxen in Köln – auch ambulante Stentimplantationen durch. Für geeignete Patienten bedeutet das: kein stationärer Aufenthalt und kürzere Erholungszeit bei höchstem medizinischen Standard.
Nach einem Herzinfarkt begleiten wir Sie langfristig: Wir kontrollieren Blutdruck, Cholesterin und Herzfunktion, passen Ihre Medikation individuell an und unterstützen Sie bei einer herzgesunden Lebensführung. Auch Herzschrittmacher- und Defibrillatorkontrollen können bei uns erfolgen.
Viele Herzinfarkte lassen sich durch konsequente Vorsorge vermeiden. Mit unserem kardiologischen CheckUp ermitteln wir Ihr individuelles Risiko und entwickeln eine maßgeschneiderte Strategie zur Vorbeugung. Wichtige Säulen der Prävention sind:
Die typischen Symptome eines Herzinfarkts halten in der Regel länger als 5 Minuten an und bessern sich – im Gegensatz zur Angina pectoris – auch in Ruhe nicht. Halten Brustschmerzen länger als 5 Minuten an, sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen.
Eine kardiologische Abklärung empfehlen wir bei Brustschmerzen, Atemnot, Herzstolpern, häufigem Schwindel sowie zur Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr – besonders bei familiärer Vorbelastung, Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhtem Cholesterin. Einen Termin können Sie online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 921677-0 vereinbaren.
Ja. Etwa jeder vierte Herzinfarkt verläuft „stumm“, also ohne typische Symptome. Besonders Diabetiker und ältere Menschen sind betroffen. Im EKG oder in der Bildgebung lassen sich solche stillen Infarkte nachträglich oft nachweisen – ein Grund mehr für regelmäßige Vorsorge.
Die Krankschreibung hängt vom Schweregrad des Infarkts, der beruflichen Belastung und dem individuellen Heilungsverlauf ab. Üblich sind 4 bis 12 Wochen. Eine anschließende Anschlussheilbehandlung (Reha) wird in den meisten Fällen empfohlen.
Sie haben Beschwerden oder möchten Ihr Herzinfarktrisiko abklären lassen? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis am Josef-Haubrich-Hof 5 in Köln – telefonisch unter 0221 921677-0, per E-Mail an info@kardiologiekoeln.de oder bequem online über Doctolib.
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