Was passiert im Herzkatheterlabor?

Die Untersuchung

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein Verfahren zur Darstellung von Herz und Gefäßen und zur Druckmessung. So können krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen, des Herzmuskels oder der Herzanlage erkannt werden. In der Regel erfolgt diese Untersuchung ambulant.

    Abb. a: Blutgefäße vor dem Einsetzen eines Stents. Abb. b: Blutgefäße nach dem Einsetzen eines Stents

Abb. a: Blutgefäße vor dem Einsetzen eines Stents.
Abb. b: Blutgefäße nach dem Einsetzen eines Stents

Damit Sie vom Zugang des Herzkatheters  nichts spüren, betäuben wir vorab die Einstichstelle. Die anschließende Untersuchung sollte für sie ebenso beschwerdefrei sein und dauert etwa eine Stunde.

Der Herzkatheter ist ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch, der zur Diagnostik und interventionellen Behandlung von Herzerkrankungen eingesetzt wird. Ausgehend von der Leiste oder dem Handgelenk wird er über venöse oder arterielle Adern eingeführt und unter genauer Röntgenkontrolle vom Arzt über das Gefäßsystem bis in die Herzkammern gebracht. Abhängig davon, welche Indikation vorliegt, kann der Arzt über den Katheter Röntgenkontrastmittel einspritzen, Blut entnehmen oder den Druck in den Herzkammern und Gefäßen messen.

Nach Abschluss der Untersuchung besprechen wir mit Ihnen die Ergebnisse. Sollte sich herausstellen, dass zukünftig ein operativer Eingriff notwendig ist, helfen wir Ihnen bei der Wahl einer geeigneten Klinik.

Nach der Untersuchung folgt eine Überwachung von ca. 4 Stunden, während der wir Ihnen gerne Kaffee servieren. Sie können sich aber selbstverständlich auch von zu Hause etwas zu Essen mitbringen. Unsere Mitarbeiter stehen für Sie jederzeit in Rufbereitschaft.

Sofort handeln – wenn eine Aufdehnung notwendig ist

Sollten wir während der Untersuchung feststellen, dass eine Aufdehnung nötig ist, können wir dies, sofern medizinisch nichts dagegen spricht, sofort machen. In diesem Fall ist es notwendig, dass Sie zur Beobachtung über Nacht bleiben. Die Nachuntersuchung erfolgt am nächsten Morgen.

Was passiert bei einer Aufdehnung genau?

Besteht ein Verschluss eines Herzkranzgefäßes oder ist dieses verengt, so kann es durch das Verfahren der Ballondilatation (perkutane transluminale coronare Angioplastie PTCA) wieder aufgeweitet werden. In der Regel implantiert man zusätzlich ein Röhrchen aus Metallgeflecht, einen sogenannten Stent, welcher das Blutgefäß stützt. Den Stent, den man auf einem Ballonkatheter zusammenfaltet, verschiebt man wie ein Herzkatheter an die verengte Stelle, wo er durch den Ballon entfaltet wird.

Bitte beachten Sie: